Branchen – Real Estate & Construction

REAL ESTATE & CONSTRUCTION

Die Immobilienwirtschaft ist ein wichtiger Teil der Schweizer Volkswirtschaft. Gemäss einer Studie, welche im Auftrag des Hauseigentümer-verbands Schweiz (HEV) und in Zusammenarbeit der Bundesämter für Raumentwicklung ARE und Wohnungswesen BWO erstellt wurde, trägt die Immobilienwirtschaft 18% zum schweizerischen BIP bei. Rund jeder sechste Arbeitsnehmer in der Schweiz steht in Verbindung mit Immobilien.

IHR ANSPRECHPARTNER

Christian Gätzi, CFA
Partner
christian.gaetzi@ifbc.ch

AKTUELLE THEMEN & HERAUSFORDERUNGEN

Digitalisierung

Auch in der Immobilien- und Baubranche steigt der Digitalisierungsdruck. Building Information Modeling (BIM)-basierte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Liegenschaften, oder auch die Verwendung Sozialer Medien zur Kommunikation zwischen Mieter und Verwaltung werden immer wichtiger.

Nachhaltiger Trend zu Immobilieninvestments

Trotz im historischen Vergleich geringer Renditen ist der Trend zu Immobilieninvestments ungebrochen. Dies ist jedoch mehr den fehlenden Anlagealternativen geschuldet als den Marktaussichten in dieser Branche.

Vorbereitung auf den möglichen Abschwung

Zwar sind die Auftragsbücher in der Baubranche noch gut gefühlt, die Aussichten für die mittelfristige Zukunft sind jedoch ungewiss. Die Wahrscheinlichkeit für einen Abschwung, insbesondere im Hochbau, scheint anzusteigen.

Steigende Zinsen erhöhen Wahrscheinlichkeit für eine Marktkorrektur

Bei steigenden Zinsen reduzieren sich einerseits die Bewertungen für Immobilen und andererseits erhöht sich somit die Attraktivität von alternativen Anlagemöglichkeiten.

Anstieg der Leerstände widerspiegelt das aufkommende Strukturproblem

Die abflauende Zuwanderung, der Trend zu innovativen Arbeitsmodellen wie Home-Office sowie die steigende Relevanz von Online-Shops führt zu einem Anstieg der Leestände sowohl bei Mietwohnung als auch bei Büro- und Verkaufsflächen.

Hoher Anteil an Verwaltungsaufwand bei Immobiliengesellschaften

Ein höherer Anteil von Verwaltungsaufwendungen an den Gesamtkosten einer Immobiliengesellschaft reduziert deren Marktwert im Vergleich zum Net Asset Value. Immobiliengesellschaften, welche Skaleneffekte ausnützen können, weisen deshalb einen kompetitiven Vorteil gegenüber kleineren Anbietern auf.

AKTUELLE TRANSAKTIONEN

Baloise erwirbt PAX Anlage

Die Versicherungsgesellschaft Baloise erwarb im März 2017 die PAX Anlage mit einem Immoblienportfolio von CHF 425 Mio.

Talbot erwirbt ImmoMentum

Talbot machte im August 2017 ein öffentliches Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien der ImmoMentum. Das übernommene Immobilienportfolio hatte einen Wert von CHF 266 Mio.

Investis erwirbt 50% von Polytech Ventures Holding SA

Die Polytech Ventures Holding SA fördert innovative Start-up Unternehmen im Bereich Digitalisierung. Die Akquisitions soll die Digitale-Transformation der Investits Gruppe beschleunigen.

M&A TRENDS UND MARKTANALYSEN

NAV Multiples Schweizer Immobiliengesellschaften (vor latenten Steuern)

Median
75%-Quartil
25%-Quartil

  • Aufgrund unterschiedlicher Berechnungsarten der latenten Steuern der einzelnen Immobiliengesellschaften sind NAV-Werte nach latenten Steuern nicht vollumfänglichen vergleichbar. Deshalb weisen wir NAV Multiples vor latenten Steuern als Vergleichswerte aus.
  • Seit Ende 2013 ist der Median des Ratio zwischen NAV pro Aktie und dem Aktienkurs von 0.8x auf 1.1x angestiegen und liegt nun auf dem höchsten Wert seit Mitte 2012.

EBITDA Multiples kotierter Europäischer Immobilienagenturen und -verwalter

Median
75%-Quartil
25%-Quartil

  • Der gezeigte EBITDA Multiple basiert auf dem Enterprise Value zum jeweiligen Zeitpunkt und dem EBITDA der letzten 12 Monate.
  • Die EBITDA Multiples europäischer Immobilienagenturen und –verwalter sind relativ volatil. Dies hängt insbesondere auch mit der geringen Durchschnittskapitalisierung der Peer Group Unternehmen zusammen.

EBITDA Multiples kotierter Europäischer Bauunternehmen

Median
75%-Quartil
25%-Quartil

  • Der gezeigte EBITDA Multiple basiert auf dem Enterprise Value zum jeweiligen Zeitpunkt und dem EBITDA der letzten 12 Monate.
  • Europäische Bauunternehmen weisen einen relativ konstanten Median der EBITDA Multiples auf. Zwischen Mitte 2012 und 2017 schwankte dieser zwischen 6.9x und 8.9x.
  • Seit Mitte 2016 ist der Median auf 8.7x per Mitte 2017 angestiegen, wobei sich die Bandbreite der Multiples stark erhöht hat.

Quelle: Bloomberg.