Unsichere Zeiten als Bewährungsprobe für die finanzielle Unternehmensführung – Strategischer Finanzdialog zur Standortbestimmung hinsichtlich aktueller Herausforderungen

Unsichere Zeiten als Bewährungsprobe für die finanzielle Unternehmensführung – Strategischer Finanzdialog zur Standortbestimmung hinsichtlich aktueller Herausforderungen

Ein Patentrezept für eine erfolgreiche Krisenbewältigung gibt es leider nicht. Wie ein wechselhaftes wirtschaftliches Umfeld auf ein Unternehmen einwirkt, und welche finanziellen Auswirkungen damit verbunden sind, ist sehr firmenspezifisch. Der entscheidende Faktor zur Krisenbewältigung ist, neben den finanziellen Schlüsselgrössen Eigenkapitalausstattung, Liquidität und Cashflow, das Geschäftsmodell eines Unternehmens mit einer klar definierten strategischen Stossrichtung.

 

Das Geschäftsmodell als Grundlage der Wertschöpfung
Das Geschäftsmodell steht für uns im Zentrum der finanziellen Ausrichtung und damit der finanziellen Führung. Es zeigt auf, wie ein Unternehmen funktioniert, wie es für seine Kunden Nutzen generiert und wie es finanziellen Mehrwert erwirtschaftet. Das Geschäftsmodell wird durch zahlreiche interne und externe Faktoren geprägt und unterliegt stets einer natürlichen Dynamik. Dies umso mehr in einem Marktumfeld, das derzeit von Ressourcenknappheit, Lieferkettenstörungen, Währungsverwerfungen, geopolitischen Auseinandersetzungen und einer drohenden Rezession geprägt ist. Eine laufende Überprüfung des Geschäftsmodells in Bezug auf das aktuelle Marktumfeld und dessen Entwicklung ist vor diesem Hintergrund unabdingbar. Basierend darauf sind notwendig werdende Massnahmen abzuleiten. Zentral ist dabei, dass geeignete Prozesse und Führungsinstrumente etabliert sind, um rechtzeitig die relevanten Handlungsfelder zu identifizieren. Dazu gibt es allerdings kein standardisiertes Vorgehen, das sich generell anwenden lässt. Für jedes Unternehmen mit seinem betriebsspezifischen Geschäftsmodell ergeben sich wieder andere Fragestellungen mit einer entsprechend unterschiedlichen Gewichtung der relevanten Themen. Besonders wichtige Fragestellungen sind etwa folgende:

  •  Ist die Liquidität auch bei einem weiteren Anstieg der Rohstoff- und Produktionsmittelpreise gesichert (Lagerhaltung, Zahlungsziele, Sicherheiten)?
  • Welche Risiken erwachsen aus der gegenwärtigen und künftigen Marktentwicklung z. B. hinsichtlich Gegenparteien, Fremdwährungen, Zinsen oder Handelssanktionen?
  • Ist eine tragfähige Finanzierung auf das Risikoprofil abgestimmt und auf kurze und lange Frist gesichert?
  • Sind die Kapitalgeber über aktuelle Entwicklungen und Probleme angemessen informiert?
  • Bieten die aktuellen Marktturbulenzen allenfalls Chancen für Unternehmenskäufe?

Prozesse und Instrumente zur finanziellen Führung
Wie unsere Erfahrung zeigt, wird bei gut geführten Unternehmen die Überprüfung der strategischen Ausrichtung regelmässig vorgenommen. Dabei erachtet der Grossteil der Unternehmen die firmenintern etablierten Prozesse und Instrumente in Bezug auf die finanzielle Führung als ausreichend. Viele Schweizer Unternehmen besitzen eine hohe Reaktionsfähigkeit auf unerwartete Entwicklungen, was sich etwa bei der Bewältigung der Herausforderungen der COVID-Pandemie zeigte. Die Herausforderung liegt aber nicht nur darin, notwendige Massnahmen kurzfristig rasch treffen zu können, sondern stets zu überprüfen, welche längerfristigen Folgewirkungen daraus erwachsen. Dabei sollten Geschäftsmodell, künftige Ausrichtung und eingeleitete Massnahmen konsequent aufeinander abgestimmt sein. Grundlegende Fragen an die finanzielle Führung sind etwa:

  • Welche Planungs- und Controlling-Instrumente bestehen? Auf welche Zeitperioden sind diese ausgerichtet, und in welchem Rhythmus werden sie überprüft und aktualisiert?
  • Wie werden die vorhandenen Führungsinstrumente für die Entscheidungsfindung eingesetzt?
  • Lassen sich damit auch Risiken und unterschiedliche Zukunftsszenarien abbilden?

Risiken aus inkonsequenter Strategieumsetzung
Sind die getroffenen Massnahmen eines Unternehmens nicht oder nur unzureichend auf das Geschäftsmodell und die finanzielle Wertorientierung abgestimmt, besteht die Gefahr von Ineffizienzen. Dies wirkt sich in der Regel nicht unmittelbar auf die aktuellen Ergebnisse aus, sondern kann über die Zeit zu erodierendem Ertragspotenzial führen. Gemeinhin wird von einem Zeithorizont von drei bis fünf Jahren ausgegangen, bis strategische Fehlentscheidungen zu einer Ertrags- und anschliessend einer Liquiditätskrise führen und somit existenzbedrohend werden. Als problematisch erweist sich dabei zuweilen, dass Unternehmen in unsicheren Marktlagen das erodierende Ertragspotenzial auf Marktverwerfungen zurückführen und davon ausgehen, dass eine baldige Normalisierung von selbst eintritt. Vor diesem Hintergrund findet kein kritisches Hinterfragen der Ursachen und somit auch keine Korrektur im Sinn von strategischen Massnahmen statt. Es vergeht wertvolle Reaktionszeit, und je näher eine potenzielle Liquiditätskrise rückt, desto grösser ist das Risiko, dass sich notwendige Massnahmen nicht mehr einleiten lassen oder bereits die dazu notwendigen Ressourcen fehlen.

 

Strategischer Finanzdialog als Plattform für einen gewinnbringenden Gedankenaustausch
Mit unserem Format – dem strategischen Finanzdialog – konnten wir einige Unternehmen vom Mehrwert einer externen Perspektive zur strategischen Positionierung und den sich daraus ergebenden finanziellen Fragestellungen überzeugen. Wir stellen unsere langjährige Erfahrung aus diversen Projekten in den Bereichen Corporate Finance und finanzielle Unternehmensführung gerne zur Verfügung und dienen als Sparringpartner für die finanziellen Fragestellungen. Wir setzen auf einen offenen Dialog, um gemeinsam Handlungsfelder zur nachhaltigen Stärkung ihres Unternehmens zu identifizieren.

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IFBC Team

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