7 Prinzipien für ein wirkungsvolles Reporting

7 Prinzipien für ein wirkungsvolles Reporting

Der monatliche (oder quartalsweise) interne Reportingprozess stellt in vielen Unternehmen einen etablierten, routinemässigen Vorgang dar. Im digitalisierten, schnelllebigen Umfeld ist es besonders wichtig, dass sich das Reporting von der reinen Ergebnispräsentation und Abweichungsanalyse zu einem Instrument der Interpretation und Unterstützung unternehmerischen Handelns entwickelt. Ziel des Reportings muss es sein, den Handlungsspielraum des Managements zu erhöhen.

 

Zur Etablierung des Reportings als wirkungsvolles Führungsinstrument sind aufgrund unserer Erfahrung insbesondere folgende sieben Prinzipien zu berücksichtigen:

 

1. Verbindung zur Strategie

Die Geschäftsstrategie formuliert die wesentlichen strategischen Ziele und Stossrichtungen in einem Unternehmen. Im periodischen Reporting gilt es, die Fortschritte der strategischen Initiativen abzubilden sowie die Zielerreichung als Grundlage für allfällige Massnahmen konsequent zu beurteilen.

 

2. Fokus auf die wesentlichen Werttreiber

Das Reporting erfasst die wesentlichen Werttreiber des Geschäftsmodells eines Unternehmens. Finanzielle Sachverhalte sind durch die wesentlichen operativen Kennzahlen zu ergänzen.

 

3. Zukunftsorientierte Perspektive erhöht den Handlungsspielraum

Die finanzielle Ergebnismessung ist per Definition rückwärtsgerichtet. Daher muss in der Ergebniskommentierung ergänzend auch eine nach vorne gerichtete Perspektive eingenommen werden. Das Reporting wird noch aussagekräftiger, wenn es auf einem effizienten und dynamischen Forecastingprozess basiert. Eine gute Visibilität zu möglichen Geschäftsentwicklungen erhöht den Handlungsspielraum des Managements.

 

4. Informationen interpretieren und Massnahmen ableiten

Zweck des Reportings ist nicht nur eine aussagekräftige Darstellung der aktuellen Unternehmenssituation, sondern vor allem auch, mittels Analysen potentielle Handlungs- und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Umsetzung eingeleiteter Massnahmen gilt es systematisch und konsequent im Reporting zu adressieren.

 

5. Klar verständliche und stufengerechte Reports

Reporting-Berichte sollten sich führungsstufengerecht durch eine klar verständliche Struktur auszeichnen. Eine systematische Gestaltung macht es dem Leser einfacher, wichtige Erkenntnisse rasch zu identifizieren und zu verstehen.

 

6. Einheitliche und konsistente Datenbasis

Die Korrektheit der Daten ist das Resultat eines zentralen Datenpools sowie einer einheitlichen Definition der Kennzahlen. Ein hoher Automatisierungsgrad und eine geringe Anzahl von Schnittstellen im Reportingsystem sind Voraussetzung, dass Führungsinformationen zeitnah verfügbar sind.

 

7. Effiziente Prozesse

In der Erstellung der periodischen Reportinginhalte ist darauf zu achten, dass die Prozesse effizient ausgestaltet sind, damit entsprechend genügend Zeit zur Analyse der Daten zur Verfügung steht. Fest verankerte Prozesse, die alle Schritte, Verantwortlichkeiten und Deadlines definieren, stellen die zeitgerechte Datenaufbereitung sicher.

 

Die Beachtung der oben formulierten Prinzipien verhilft dem Reporting, die volle Wirkungskraft als betriebliches Führungsinstrument zu entfalten und somit einen wertvollen Beitrag innerhalb der finanziellen Führung des Unternehmens zu leisten.

 

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Christian Hirzel

Partner

christian.hirzel@ifbc.ch